Infobrief der Gemeinde Frankenheim – Ausgabe 1 – Dezember 2010

7. Dezember 2010
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Liebe Frankenheimer,

die obligatorischen ersten 100 Tage meiner Amtszeit als ehrenamtlicher Bürgermeister liegen nun schon seit Anfang Oktober hinter mir. 

Daher möchte ich die Gelegenheit nutzen, um auf diesem Wege einen aktuellen Überblick über die Lage der Gemeinde und meine Tätigkeit geben; ich berichte darüber, was wir bereits angegangen haben und was wir bisher noch nicht geschafft haben bzw., was für das kommende Jahr geplant ist. Wenn ich von „wir“ spreche, dann meine ich Gemeinderat, Bauhof, VG und natürlich auch die vielen anderen freiwilligen Helfer. 

Geplant ist, dies auch künftig in unregelmäßigen Abständen als Beilage für Frankenheim im Anzeiger Hohe Rhön – und natürlich auf dieser Webseite – zu tun.

Wenn man neu in einem solchen Amt wie dem des Bürgermeisters ist, kommen tausend Ideen, Wünsche und Anregungen – und am Liebsten möchte man alles auf einmal angehen. Dass dies natürlich nicht möglich ist, sollte klar sein und das habe ich auch schnell ganz deutlich gemerkt.

Denn nicht zuletzt das ganz normale Tagesgeschäft, sprich die kleinen Anliegen, die von vielen Seiten kommen, dürfen im „großen Ganzen“ natürlich nicht untergehen.

Von daher bitte ich um Nachsicht, wenn nicht alles sofort erledigt werden kann und einiges erstmal auf der „langen Liste geparkt wird“.

Wichtig ist mir vor Allem, dass Ideen und Vorhaben nicht unüberlegt angegangen werden – lieber einmal zu viel gefragt, als dass im Nachhinein Probleme aus dem Weg geräumt werden müssen, die vielleicht vermeidbar gewesen wären. Ich stehe jedenfalls für Gespräche gerne zur Verfügung. Auch   bin   ich  aufgeschlossen   für „konstruktive Kritik“ – bitte lassen Sie es mich wissen, wenn wir als Gemeinde etwas besser machen können.

Bereits umgesetzt bzw. begonnen…

Zunächst einmal galt es, sich einen Überblick über die internen Strukturen der verschiedenen gemeindlichen Einrichtungen und Gebäude zu verschaffen. Dass auch der Matthias Stepper, als derzeit einziger vollbeschäftigter Gemeindearbeiter, neu im Team ist, machte das Einarbeiten natürlich nicht unbedingt einfacher.

Andererseits haben wir dies auch als Chance begriffen, verschiedene Sachen einfach mal anzugehen und neu zu organisieren. Und außerdem stehen uns die „alten Hasen“ – damit meine ich auch den Manfred und den Norbert – immer noch mit Rat und Tat zur Seite.

Dieser besagte Umstrukturierungs-prozess ist natürlich noch nicht abgeschlossen und wird noch einige Zeit und Arbeitskraft in Anspruch nehmen – es handelt sich um Maßnahmen, die vielleicht keine große Öffentlichkeitswirkung haben, die uns aber intern ein großes Stück weiterbringen.

Hochrhönhalle

Die Gesundheitsscheune heißt jetzt Hochrhönhalle, wie sich mittlerweile rum gesprochen haben dürfte. Im vergangenen Sommer wurde, wieder einmal mit  immenser Eigenleistung, um die uns andere Dörfer beneiden dürften, die Fassade fertig gestellt.

Straßenbau Angerweg

Gerade noch rechtzeitig vor dem Winter konnte der dringend notwendige Straßenbau im Bereich Verbindungsweg Angerweg / Wald-straße umgesetzt werden. Auch wenn es uns einige Mühe und Nerven gekostet hat und zum Teil sehr kurzfristig schwerwiegende Entscheidungen getroffen werden mussten, sind die Arbeiten nun zumindest zum größten Teil  abgeschlossen.

Ortsbegehung

Anfang September hat der Gemeinderat eine Ortsbegehung gemacht. Hier sind wir einfach mal „mit offenen Augen durchs Dorf gegangen“ und haben notiert, was man verändern könnte bzw. wo Handlungsbedarf besteht. Diese Liste wird nun Schritt für Schritt von Gemeinderat, Bauhof und Verwaltung umgesetzt.

Friedhof Abfall

Ein Augenmerk wurde bei der besagten Ortsbegehung auf den „Abfallplatz“ am Friedhof gerichtet. Der Gemeinderat hat hierzu in seiner letzten Sitzung Folgendes beschlossen: Es ist künftig nur noch möglich, Grünabfälle auf dem Friedhof kostenlos zu entsorgen. Alle anderen Abfälle bitten wir unbedingt mit nach Hause zu nehmen. In der Vergangenheit war es leider (trotz Beschilderung) so, dass in beiden Boxen alle möglichen Abfälle entsorgt wurden – sogar Joghurtbecher und ähnliches wurden entdeckt. Dies kann nicht Sinn und Zweck einer Entsorgungsmöglichkeit auf einem Friedhof sein. Sollte es zukünftig Probleme mit der Ablagerung geben, behält sich der Gemeinderat vor, die Entsorgungsmöglichkeit auf dem Friedhof ganz zu beseitigen. Wir bitten daher um unbedingte Beachtung und um Verständnis. 

Zentraler Sammelplatz für Grün- und sonstige Abfälle (Wert-stoffhof)

Um das Problem der wilden Müll-entsorgung ums Dorf herum in den Griff zu bekommen, ist geplant, einen zentralen Sammelplatz für Grünabfälle und sonstige „Wertstoffe“ zu schaffen.

Wir sind derzeit in der Planung. Ein möglicher Platz ist hinter den Teichen. Hier ist allerdings erstmal Grundvoraussetzung, dass dort  aufgeräumt wird. Über Jahre wurden hier Steine, Grünabfälle und andere Dinge abgelagert.

Einen Großteil der Grünabfälle haben wir bereits abholen lassen. Als nächstes muss ein Teil der Steine umgesetzt werden. Außerdem ist unser Vorhaben noch mit den entsprechenden Behörden abzustimmen. Daher auch hier noch mal die eindringliche Aufforderung, auf dem Platz hinter den Teichen keine Abfälle mehr zu entsorgen!

Bis unser Sammelplatz fertig ist, bitte bei entsprechendem Bedarf Entsorgungsunternehmen beauftragen. Kontaktinformationen finden Sie im Entsorgungskalender.

Gemeindesteuern

Für einiges Aufsehen hat ein Beschluss des Gemeinderates aus der letzten Sitzung gesorgt.

Im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs zwischen dem Land Thüringen und den Kommunen gibt es Richtwerte für die gemeindlichen Hebesätze von Grundsteuern und Gewerbestreuer.

Gemeinden, deren Sätze ab 2011 unter den vom Land vorgegebenen liegen, müssen ab 2015 mit finanziellen Einbußen rechnen.

So werden die Gemeinden faktisch gezwungen, eine Steuererhöhung durchzuführen, die aber eigentlich von höherer Stelle beschlossen wurde.

Der Gemeinderat hat sich dem „Wunsch“ der Landesregierung nicht gebeugt und beschlossen, die Steuersätze in 2011 nicht anzuheben. Wir dürfen auf die weitere Entwicklung der Gesamtsituation gespannt sein …

Feuerwehr hat nun sämtliche Ausrüstung in einem Gebäude

Bisher war die Ausrüstung der freiw. Feuerwehr in verschiedenen Gebäuden untergebracht. Sowohl im Feuerwehrhaus, als auch in der linken Bauhofgarage und in einer Garage beim Tillehäuschen waren Gerätschaften untergestellt. Um im Ernstfall einen schnellen Zugriff zu gewährleisten und im Alltag eine einfachere Handhabung zu ermöglichen, wurden sämtliche Fahrzeuge und Geräte nun im neuen Feuerwehrhaus untergebracht. Weichen musste in diesem Zuge der gemeindliche Traktor, der vor allem beim Winterdienst zum Einsatz kommt. Der wurde nun im Bauhof untergebracht.

Kindergarten Essen

Da die gemeindliche Küche im Kindergarten aus finanziellen Gründen geschlossen werden musste, waren wir gezwungen, uns nach einer adäquaten Alternative umzusehen. Es wurden zwei Lieferanten über mehrere Wochen getestet. Im Anschluss hat der Gemeinderat auf Empfehlung von Elternbeirat und Erzieherinnen einstimmig beschlossen, ab 1. August 2010 einen Vertrag mit dem Ausbildungsverbund Rhöner Lebensmittel aus Hilders abzuschließen. Der bisherige Preis (1,80 €) – ein Hauptgrund dafür, dass sich die eigene Küche nicht getragen hat, konnte leider nicht gehalten werden; der Preis musste auf 2,20 € pro Portion angehoben werden. Gegenüber dem anderen, billigeren Anbieter, erschien die Qualität vom Ausbildungsverbund allerdings besser.

Ausblick auf die kommende Zeit …

Jugendraum

Der gemeindliche Jugendraum wird in Kürze in das alte Feuerwehrhaus verlegt.

Fußboden Hochrhönhalle

Ab dem 13.12.2010 wird in der Hochrhönhalle der Fußboden verlegt. Der Gemeinderat hat beschlossen, einen sportgeeigneten flächenelastischen Boden, der aber auch für Mehrzwecknutzung geeignet ist, einbauen zu lassen. Als Oberbelag kommt ein PVC zum Einsatz. Ende Januar sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Dann kann auch die bereits vorhandene Möblierung (Tische und Stühle) benutzt werden. Bis dahin ist die Halle allerdings gesperrt.

Allgemeine Hinweise

Anleinpflicht für Hunde

Aus gegebenem Anlass weisen wir darauf hin, dass Hunde auf Straßen und in öffentlichen Anlagen nicht unbeaufsichtigt umherlaufen dürfen.

Verunreinigungen durch Hundekot

Außerdem gibt es auf öffentlichen Straßen und Wegen sowie Gehwegen immer wieder das Problem von Verunreinigungen durch Hundekot. Wir fordern die entsprechenden Hundehalter auf, diese Verunreinigungen umgehend zu beseitigen.

Zum Abschluss…

dieser ersten „Lagemeldung“ möchte ich mich bei allen bedanken, die die Gemeinde – in welcher Form auch immer – unterstützt haben und dies hoffentlich auch weiterhin tun. Vielen Dank für eure Hilfe und Zusammenarbeit.

Es gibt noch so einiges zu berichten – sodass die nächste Ausgabe von frankenheim-aktuell wohl schon Anfang Januar 2011 erscheinen wird.

Bis dahin wünsche ich schöne Feiertage! 

Alexander Schmitt
Bürgermeister

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