Tipps zum Jahreswechsel: Was ändert sich 2012?

31. Dezember 2011
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  • 40-Watt-Birne verschwindet

Nach den Glühlampen mit 100, 75 und 60 Watt wird im Laufe des neuen Jahres auch die 40-Watt-Birne aus den Geschäften verbannt. Ab dem 1. September dürfen sie nicht mehr produziert werden, vorher ausgelieferte Birnen dürfen aber noch verkauft werden. …

  • Analoges Satelliten-Fernsehen wird abgestellt

Fernsehzuschauer, die mit Hilfe eines Analogempfängers den TV-Satelliten Astra anzapfen, müssen spätestens bis zum 30. April technisch nachrüsten.Die analoge Verbreitung von Programmen über Astra wird an diesem Tag endgültig abgeschaltet; bis dahin sind noch die Großen wie ARD, ZDF, die Dritten sowie die privaten Vollprogramme von RTL bis Vox zu sehen. Kleinere Sender wie Nickolodeon schalten schon zum Jahreswechsel ab. …Zuschauer mit Kabelfernsehen sind von der Analog-Abschaltung nicht betroffen: Sie können weiter zwischen analogem und digitalem Empfang wählen.

  • Ausgleich für Behindertenquote steigt

Arbeitgeber, die die fünfprozentige Beschäftigungsquote für Schwerbehinderte nicht erfüllen, müssen eine höhere Ausgleichsabgabe bezahlen.

  • Bulgaren und und Rumänen erhalten leichter Arbeitserlaubnis

Auch Erntehelfer aus diesen beiden Ländern dürfen jobben, wenn sie zu den in Deutschland geltenden Bedingungen eingestellt werden.

  • Einheitliche Bezeichnung für glutenfreie Lebensmittel

Glutenfreie Lebensmittel müssen ab 1. Januar in der EU einheitlich gekennzeichnet werden. Glutenfrei dürfen sie genannt werden, wenn sie höchstens 20 Milligramm pro Kilogramm enthalten. Bei maximal 100 Milligramm lautet die Aufschrift mit sehr niedrigem Glutengehalt. …

  • Diabetiker-Lebensmittel verschwinden

Sämtliche Lebensmittel mit der Kennzeichnung für Diabetiker, z.B. Schokolade, müssen bis zum 9. Oktober 2012 aus den Regalen verschwunden sein. Sie gelten als überflüssig, zum Teil sogar als schädlich. Diabetiker sollen sich eher an die allgemeinen Ernährungsvorschriften halten.

  • Existenzgründer

Die Förderung von Arbeitslosen wird gestrafft: So gibt es künftig höhere Hürden zum abgespeckten Gründungszuschuss für arbeitslose Existenzgründer. …

  • Garantiezins für private Altervorsorge

Wer eine Renten- oder Lebensversicherung zur privaten Altersvorsorge neu abschließt, muss sich mit einem Garantiezins von nur noch 1,75 statt bisher 2,25 Prozent zufriedengeben.

  • Hartz-IV steigt

Der Regelsatz für Hartz-IV-Singles steigt um zehn auf 374 Euro, ein Plus von 2,74 Prozent. Die Erhöhung orientiert sich an der Entwicklung von Löhnen und Preisen. Den Staat kostet die Erhöhung etwa 570 Millionen Euro. In Paar-Haushalten steigt der Hartz-Satz um jeweils neun auf 337 Euro.Bei Kleinkindern bis fünf Jahre gibt es ein Plus von vier auf 219 Euro. Bei älteren Kindern bleiben die Regelsätze unverändert. …

  • Kindergeld für Volljährige

Bei der Gewährung von Kindergeld und Freibeträgen wird auf die Einkommensüberprüfung bei volljährigen Kindern in der Schul- oder Berufsbildung verzichtet. Bisher entfallen Kindergeld und -freibetrag ab 8004 Euro Eigeneinkünften eines Kindes. …

  • Krankenkasse

Die Einkommensgrenze, bis zu der Krankenkassenbeiträge fällig werden (Beitragsbemessungsgrenze), steigt von 3712,50 Euro auf 3825 Euro im Monat. Die Versicherungspflichtgrenze, unterhalb der sich Arbeitnehmer bei einer gesetzlichen Kasse versichern müssen, klettert von 49 500 auf 50 850 Euro im Jahr. …

  • Legebatterien werden EU-weit verboten

Das in Deutschland schon bestehende Verbot von Legebatterien für Hennen gilt ab dem 1. Januar 2012 in der ganzen EU.

  • Leichtere Pflege von Familienangehörigen

Die Pflege von Familienangehörigen wird ab 2012 erleichtert. Mit der sogenannten Familienpflegezeit können Arbeitnehmer ihre Arbeitszeit für maximal zwei Jahre auf bis zu 15 Stunden die Woche reduzieren sofern der

  • Arbeitgeber zustimmt.

Um die Gehaltseinbußen währenddessen abzufedern, ist eine Lohnaufstockung vorgesehen. Wer zum Beispiel befristet von einer Vollzeit- auf eine Halbtagsstelle wechselt, erhält 75 Prozent des letzten Bruttoeinkommens. Nach der Rückkehr in den Vollzeitjob muss der gezahlte Vorschuss aber wieder abgearbeitet werden.

  • Außerdem ändern sich 2012 auch die Pflegesätze:

ambulant stationär

StufeI 450 1023

bisher 440 1023

Stufe II 1100 1279

bisher 1040 1279

Stufe III 1550 1550

bisher 1510 1510

Härtefall 1918 1918

bisher 1918 1825

  • Luftverkehrssteuer sinkt

Die Luftverkehrssteuer für Starts von deutschen Flughäfen wird zum 1. Januar gesenkt. Weil die Airlines dann in den EU-weiten Handel mit CO2-Verschmutzungszertifikaten einbezogen werden, sollen die nach Entfernung gestaffelten Steuersätze prozentual reduziert werden. …

  • Mehr erneuerbare Energie – Geringere Solarförderung

Um die Kosten des Ausbaus im Griff zu halten wird die Solarförderung um weitere 15 Prozent gesenkt: Bei Sonnenstrom vom Hausdach fällt sie von 28,74 auf 24,43 Cent pro Kilowattstunde.

  • Pfändung: Automatischer Guthabenschutz entfällt

Ein automatischer Guthabenschutz vor Pfändungen besteht ab dem 1. Januar nicht mehr auf dem normalen Girokonto. Dafür muss bei der Bank allerdings die Umwandlung in ein Pfändungsschutzkonto beantragt werden dort ist dann das Existenzminimum von monatlich 1028,89 Euro sicher.Bisher konnten Bankkunden Sozialleistungen wie Rente, Kindergeld oder Hartz-IV-Zahlungen innerhalb von 14 Tagen nach dem Eingang abheben, auch wenn schon eine Pfändung lief. Doch diese Sonderregelung endet am 31. Dezember 2011.

  • Rentenalter steigt

Mit dem 1. Januar beginnt der stufenweise Einstieg in die Rente mit 67 und zwar für alle, die 1947 geboren wurden und somit im Laufe des Jahres 65 werden. Sie müssen einen Monat länger arbeiten, um eine abschlagsfreie Rente zu bekommen.Ausnahmen gibt es nur für Schwerbehinderte und für Arbeitnehmer mit mindestens 45 Beitragsjahren.

  • Rentenbeitrag sinkt

Für Millionen Beschäftigte gibt es eine bescheidene Erleichterung beim Beitragssatz zur Rentenversicherung: Er sinkt von 19,9 auf 19,6 Prozent des Bruttogehalts. …

  • Riester-“Falle“ entschärft

Bei Riester-Verträgen werden Regelungen vereinfacht, die in der Vergangenheit für großen Unmut sorgten, weil Betroffene nach Änderungen ihrer persönlichen Verhältnisse meist aus Unkenntnis eigentlich fällige Beiträge nicht bezahlten. Die Betroffenen sollten dann staatliche Fördergelder zurückzahlen.Künftig ist es in solchen Fällen jedoch problemlos möglich, die nichtgezahlten Beiträge nachträglich zu entrichten; dann müssen die Zulagen nicht zurückgezahlt werden. …

  • Schnellerer Wechsel der Strom- und Gasanbieter

Der Wechsel eines Strom- und Gasanbieters darf künftig höchstens noch drei Wochen dauern. Damit die Unternehmen diese Anforderung erfüllen können, räumte die Bundesnetzagentur eine Frist bis zum 1. April ein. …

  • Steuererklärung: KM-Pauschale wird einfacher

Die Berechnung der Entfernungspauschale wird vereinfacht. Bei Nutzung verschiedener Verkehrsmittel müssen die anfallenden Fahrtkosten für öffentliche Verkehrsmittel nur noch in Ausnahmefällen für jeden einzelnen Tag belegt werden.

  • Steuererklärung: Abzug von Kinderbetreuung leichter

Die bisher unterschiedlichen Vor­aussetzungen für den Abzug von Kinderbetreuungskosten wie Berufstätigkeit, Ausbildung oder Krankheit der Eltern entfallen. Dadurch wird der Steuerabzug erheblich vereinfacht. …

  • Stromanbieter müssen Verbrauch vergleichbar machen

Ab Februar müssen Stromanbieter ihre Kunden in Rechnungen umfassender informieren und über ihren Verbrauch aufklären. Verbraucherzentralen weisen darauf hin, dass die Rechnung dann Grafiken enthalten soll, aus denen hervorgeht, wie sich der eigene Verbrauch zu dem vergleichbarer Haushalte verhält. … Infos im Internet unter www.shlichtungsstelle-energie.de

  • Stromnetzbetreiber müssen Energiewende vorbereiten
Die Stromnetzbetreiber müssen zum 1. April 2012 erstmals einen nationalen Netzentwicklungsplan vorleg. Damit soll klar werden, wo welche neuen Stromtrassen für die Energiewende notwendig sind.
  • Umsatzsteuer: Ist-Besteuerung wird Regel
Kleine und mittlere Firmen profitieren dauerhaft von einer Erleichterung bei der Umsatzbesteuerung. Unternehmen mit bis zu 500 000 Euro Umsatz müssen die Umsatzsteuer erst dann ans Finanzamt abführen, wenn ihre Kunden die Rechnung tatsächlich bezahlt haben.Die während der Finanzkrise eingeführte und ursprünglich bis Ende 2011 befristete Sonderregel („Ist-Besteuerung“) gilt unbegrenzt.
  • Zahnersatz wird teurer
Kassenpatienten müssen für Kronen, Brücken und Prothesen tiefer in die Tasche greifen. Grund ist, dass die Krankenkassen nur die Kosten für die sogenannte Regelversorgung übernehmen. Was darüber hinausgeht, wird nach der neuen Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) abgerechnet – mit einem Aufschlag von durchschnittlich sechs Prozent.Privatversicherte werden grundsätzlich nach der GOZ abgerechnet, müssen also in jedem Fall für den Besuch beim Zahnarzt mehr bezahlen.
  • Zeitarbeiter erhalten Mindestlohn
Für die gesamte Zeitarbeitsbranche gilt ein nach Ost und West differenzierter Mindestlohn: Er liegt im Osten bei 7,01 Euro und im Westen bei 7,89 Euro. Für die Beschäftigten im Dachdeckerhandwerk müssen bundesweit mindestes 11,00 Euro bezahlt werden. Auch bei den Gebäudereinigern tritt ein neuer Mindestlohn in Kraft: In den alten Bundesländern sind es 8,82 Euro, in den neuen Ländern 7,33 Euro.
  • Zuschuss für Rußpartikelfilter
Besitzer älterer Dieselautos bekommen ab 2012 wieder einen Zuschuss in Höhe von 330 Euro für den Einbau eines Rußpartikelfilters.
Quelle: http://www.moz.de/

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