Gelungener Karneval in Frankenheim

9. Februar 2016
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Mit leichter Verspätung marschierte am vergangenen Samstag der FCC nebst Prinzenpaar, seinen zwei Garden und Tanzmariechen in die Hochrhönhalle ein. Bevor das Programm beginnen konnte, mussten nämlich erst noch Tische und Stühle gestellt werden, um allen Gästen einen Platz in der sehr gut gefüllten Hochrhönhalle zu bieten.

Eine Neuerung gab es gleich zu Beginn der Veranstaltung. Für den ausgefallenen Waldemar Thomas wurde Sophia Schreiber als Moderationsassistenz für Tobias Abe gewonnen. Sophia wurde zwar in das sprichwörtlich kalte Wasser geworfen, meisterte aber ihre Aufgabe mit Bravur.

Nachdem die gesamte Hochrhönhalle das Frankenheimer Karnevalslied gesungen hatte, eröffnete Präsident Uwe Städtler mit seiner Rede das fast 3 stündige Programm.

Zuerst zeigten die „Feuerfunken“ mit ihrem Gardetanz ihr tänzerisches Können. Mit Alyssa Böhme schloss sich das erste Frankenheimer Tanzmariechen dem Programm an. Dass unter der Leitung von Gina-Marie Röll und Lisa Hartmann stehende Mariechen erntete mit ihrem Auftritt zu Recht großen Applaus.

Den ersten Wortbeitrag am Abend hatte Bauchredner Uwe Städtler mit seinem Raben „Charlie“ alias Alex Städtler. Hier zeigte das karnevalistische Ehepaar wieder seine ganze Klasse und sorgte für ordentliche Lacher im Publikum.

Celine Beck folgte im Programm als zweites Tanzmariechen der Frankenheimer und auch hier war zu erkennen, mit welchen Engagement geübt und trainiert wird. Dem Publikum wird in der hohen Rhön immer viel für das Auge geboten und das war auch bei Celine, welche unter der Obhut von Tina Gerlach steht, wieder mehr als deutlich zu sehen.

Als nächstes waren die ganz Kleinen an der Reihe, die „Sweet-Lollipops“. Unter der Leitung von Nancy Rauch und Janina Friedrich boten die süßen Jungen und Mädchen einen wundervollen Tanz, der zu Recht einer geforderten Zugabe durch das Publikum würdig war. In dieser Tanzgruppe war im Übrigen mit dem 5jährigen Nick Elia Schnitter der jüngste Teilnehmer des Abends vertreten.

Seit Jahren stand Michael Schnitter wieder mal alleine in der Bütt und erzählte unter anderem von seinen Erfahrungen mit Frauen, welche er im Lauf der Jahre gesammelt hatte. Die konzeptionell gut erarbeitete Bütt strapazierte den ein oder anderen Lachmuskel.

Die Frankenheimer haben nicht nur zwei Tanzmariechen. Nein, sie können auch zwei Garden ihr Eigen nennen. Eine Situation, die den Präsidenten Uwe Städtler sichtlich stolz macht. Mit dem Gardetanz der „Frechen Früchtchen“ wurde das Programm tänzerisch fortgesetzt. Federführend war auch hier wieder die Hand von Tina Gerlach, welche den Programmpunkt perfekt einstudiert hat.

Ihren zweiten Auftritt hatten Uwe und Alex Städtler als Ausbilder Schmidt mit seinem Adjutanten. Hier war sehr gut zu erkennen, wie eingespielt das Ehepaar ist und wie stark Karneval in Fleisch und Blut übergehen kann. Ein sehr guter Beitrag mit einem militärischen Ton, der das Publikum zusammenzucken ließ und darüber hinaus für viel Gelächter sorgte. Unterstützt wurden die beiden bei diesem Beitrag von ihrer Tochter Anika.

Dem Rock ‘n Roll zu neuem Glanz verhalfen die „Crazy Girls“ unter der Leitung von Nadja Böhme und Alex Städtler. Die zweitjüngste Gruppe der Frankenheimer rockte die Hochrhönhalle, dass die Wände wackelten. Nicht nur der Tanz verdiente den tosenden Applaus sowie die Zugabe, sondern auch die sehr schönen Kleider der jungen Mädchen.

Auch die kreativ-Gruppe des FCC, war mit einem Betrag vertreten. Dem Publikum wurde sehr gut veranschaulicht, worin der Unterschied beim Duschen von Frauen und Männern besteht. Hier wurden neben dem amtierenden Prinzen Jan der I. auch ehemalige Akteure des FCC mit eingebunden. Dieser sehr Detailgetreu nachempfundene Programmpunkt ließ vielen im Publikum vor Lachen die Tränen in die Augen schießen.

Einen Ausflug ins russische Reich unternahmen die „Diamonds“ mit ihrem Showtanz. Die gewohnt hervorragende tänzerische Klasse dieser Gruppe ließ in diesem Jahr erneut die Augen der Zuschauer funkeln. An das hohe Niveau aus den vergangen Jahren wird kontinuierlich angeknüpft. Bei den Kostümen durften die „Diamonds“ auf bestehendes Material der ehemaligen „Sportfrauen“ zurückgreifen, welche ein ähnliches Thema bereits vor vielen Jahren, damals noch in der alten Frankenheimer Narrhalla, darboten. Hierfür möchten sich die Diamonds noch einmal besonders bedanken.

Mit dem Showtanz der „Feuerfunken“ ging es auf die irische Insel. Die dem St. Patrick’s Day nachempfunden Kostüme waren eine augenweite und unterstrichen die wundervolle tänzerische Darbietung der jungen Frauen.

Krönender Abschluss des Programms war das Männerballett des FCC. Die unter erziehender Leitung von Doreen Hartmann stehenden Männer unternahmen mit dem Publikum einen Ausflug in den wilden Westen. Die in Unterhosen und Röcken gekleideten Männer rissen die Närrinnen und Narren von ihren Plätzen und ließen die Hochrhönhalle toben.

Der FCC darf stolz auf seine Akteure sein. Dem Publikum wurde ein tolles sowie abwechslungsreiches Programm geboten, welches überwiegend von Tänzen geprägt war. Für die passende musikalische Unterhaltung sorgten am Abend die „Nachtfalken“, welche lange mit den Frankenheimern und ihren Gästen feierten.

Am Sonntag wurde das Geheimnis um das Kinderprinzenpaar gelüftet. Prinzessin Melina Rauch und Prinz Jannis Friedrich waren die Regenten des Kinderfaschings und feierten mit den Kindern aus Frankenheim sowie angrenzenden Rhöngemeinden den Kinder-Karneval. Neben Auszügen aus dem Programm sorgten auch hier wieder die „Nachtfalken“ mit ihrer Musik für eine ausgelassene Stimmung unter Jung und Alt in der Hochrhönhalle.

Der Karneval in Frankenheim klang traditionsgemäß am gestrigen Rosenmontag in der Schweinebucht aus, wo noch einmal kräftig gefeiert, geschunkelt und getanzt wurde.

Was wäre ein ausgezeichneter Karneval ohne die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer. Präsident Uwe Städtler wies gegenüber der Presse darauf hin, dass diese Arbeit besonders zu würdigen und zu schätzen ist, was wir an dieser Stelle gerne machen.

Text: Michael Schnitter, Fotos: Steven Gutmann und Alexander Schmitt

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