Projektwerkstatt konkretisiert erste Zukunftsprojekte für das Gemeindeentwicklungskonzept

1. Februar 2018
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Für die weitere Entwicklung ihres Rhöndorfes haben die Frankenheimer bereits eine Vielzahl an guten Ideen eingebracht. Bei der Projektwerkstatt, die mit knapp 30 Teilnehmern als entscheidender Schritt für die Erarbeitung des Gemeindeentwicklungskonzeptes am 27. Januar in der Hochrhönhalle stattfand, wurden einige dieser Ideen nun konkretisiert und zu Projekten ausgearbeitet. „Wir sind jetzt definitiv auf dem richtigen Weg“, zeigte sich Bürgermeister Alexander Schmitt zuversichtlich und verwies auch auf die ersten Fortschritte im Hinblick auf eine Übergangslösung für die Arztpraxis und die Vorbereitung des Jugendclubs im alten Feuerwehrgebäude.

Insgesamt drei Arbeitsgruppen wurden an diesem Samstagnachmittag gebildet, die von Ulrike und Jens Lilienbecker moderiert wurden. Unterstützung gab es auch von Regina Filler vom Rhönforum in Geisa, die das Themenfeld „Natur, Freizeit und Tourismus“ übernahm. Hier ging es um die Aufwertung der Teichanlage für Einheimische und Touristen, z.B. mit Sitzgelegenheiten, einer Grillhütte oder auch einer Bootsausleihe. Wichtig ist der Gruppe eine inhaltliche Verknüpfung mit einem Wohnmobilstellplatz, der am Kräutergarten, in unmittelbarer Nähe zur Gaststätte „Schweinebucht“ entstehen und so mit verhältnismäßig geringem Kostenaufwand touristische Effekte für weitere Vorhaben bringen könnte (u.a. Investorensuche für ehemaliges Café in der Leubacher Straße). Aufgrund der im Ort ansässigen Holztechnikfirma für Innenausstattugn von Reisemobilen würde diese Ausrichtung auch gut zu Frankenheim passen, war die Meinung. Die einzelnen Bausteine sollen dann in einem Konzept ausgearbeitet und geplant werden.

In der Arbeitsgruppe „Daseinsvorsorge“ ging es um eine Senioren-Wohngemeinschaft, für die in Frankenheim und Umgebung Bedarf besteht. Damit die zukünftigen Bewohner vom geselligen Miteinander und von der gegenseitigen Unterstützung profitieren können, wird als Modell eine klassische Wohngemeinschaft favorisiert, bei der Wohnzimmer, Küche und Bäder gemeinschaftlich genutzt werden.  Als privater Rückzugsraum steht dann ein eigenes WG-Zimmer zu Verfügung. Für die Betreuung und Pflege könnte zusätzlich die Kombination mit einer Tagespflege in Frage kommen, war sich Diskussionsrunde einig. Als möglicher Standort wurde über die Wirtswiese diskutiert, aber auch andere Standorte wurden in Betracht gezogen. Weitere Anregungen will man sich noch über eine gemeinsame Exkursion zu ähnlichen Einrichtungen in Ostheim und im Grabfeld holen.

Als zweites Projekt wurde die Mobilitätsbefragung besprochen. Die Umfrage halten die Diskussionsteilnehmer für notwendig, um Argumente für einen Ausbau des länderübergreifenden ÖPNV zu sammeln und den tatsächlichen Bedarf für Alternativen zum klassischen Busangebot zu ermitteln, wurde erläutert. Der Aufbau des Fragebogens und die einzelnen Fragen wurden im Detail durchgesprochen. Die Befragung soll persönlich und in Papierform durchgeführt werden, wurde hierzu vorgeschlagen. Außerdem will man noch die Nachbargemeinden fragen, ob sie sich bei der Befragung beteiligen wollen, um so ein räumlich differenziertes Meinungsbild zu bekommen.

Wie der Raum in der ersten Etage der Hochrhönhalle zukünftig genutzt werden kann, war dann die nicht ganz leichte Aufgabe der Arbeitsgruppe „Dorfgemeinschaft“. Neben der Nutzung für private Feiern (z.B. Geburtstage und Trauerfeiern) wurde eine Art „Dorf-Café“ vorgeschlagen, das tageweise über die örtlichen Vereine abgesichert werden könnte, wobei die Vereine im Gegenzug dann den Raum für ihre Vereinszwecke nutzen können. Allerdings befindet sich der Raum noch weitgehend im Rohbauzustand, wie vor Ort gleich angeschaut werden konnte. Der zukünftige Ausbau sollte daher unbedingt zuerst von einem Architekten oder Statiker abgeklärt werden, lautete das Fazit. Die Nutzung ist auch abhängig von den Ergebnissen der Machbarkeitsstudie zur Wirtswiese (Gesundheitszentrum/Seniorenwohngemeinschaft), weil man Doppelungen von Angeboten und Einrichtungen unbedingt vermeiden will.

Außerdem wurde in der anschließenden Diskussion vorgeschlagen, ein Betreiberkonzept für die Hochrhönhalle insgesamt zu entwickeln und für die größeren Veranstaltungen ein professionelles Hallenmanagement einzurichten. Denn der organisatorische Aufwand für die Gemeinde oder für Ehrenamtliche sei einfach zu groß, wurde klargestellt.

Deutlich klarer hingegen scheint das Projekt „Bolzplatz“, der neben dem Fußballplatz für die Frankenheimer Jugendlichen eingerichtet werden könnte. Das in Frage kommende Gelände müsse dafür hergerichtet werden. Für das weitere Vorgehen wurde zunächst ein Gespräch mit dem Vorstand des Sportvereins vorgeschlagen.

Im nächsten Schritt werden Lilienbeckers die Projekte nun weiter ausarbeiten und auch noch das Leitbild ergänzen. Es wurde auch andiskutiert, wie das künftige Motto der „Rhöngemeinde“ lauten könnte. Mit diesen Punkten werden sich der Gemeinderat und der Dorfentwicklungsbeirat in einer gemeinsamen Sitzung in der nächsten Zeit beschäftigen.

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